Häufig gefragt

Was ist MBSR?

MBSR steht für Mindfulness-based stress reduction (= Achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung nach Jon Kabat-Zinn). Es ist ein 8-Wochen-Kursprogramm in dem man meditative Übungen erlernt, wie z.B. Meditation im Sitzen, im Gehen oder beim Essen, Meditation im Liegen (Body-Scan) und achtsame Körperübungen. Wichtiger Bestandteil des Kurses ist das tägliche eigene Üben der vorgestellten Methoden. Im Verlauf des Kurses wird außerdem ein Überblick über Ansätze aus der modernen Psychologie und über die aktuelle Stressforschung gegeben.

Für wen ist MBSR geeignet?

MBSR-Kurse sind besonders geeignet für Menschen,

  • die etwas in ihrem Leben ändern möchten
  • die nach effektiven Möglichkeiten der Stressbewältigung in ihrem täglichen Leben suchen
  • die einen aktiven Beitrag zum Erhalt ihrer inneren Ausgeglichenheit und Gesundheit leisten möchten.

Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit beschreibt eine Haltung, die geübt werden kann

Allem, was jemand in seinem Inneren erlebt oder was von außen an sie oder ihn herangetragen wird, kann er oder sie einfach nur wahrnehmen und diesem Ereignis so offen, so neugierig, so wertungsfrei und so freundlich wie es gerade in diesem Augenblick möglich ist, begegnen.

Wer ist Jon Kabat-Zinn?

Jon Kabat-Zinn wurde 1944 geboren und ist heute emeritierter Professor an der University of Massachusets medical School in Worcester/Massachusetts/USA.

1979 gründete er die mittlerweile renommierte Stress Reduction Clinic, deren Geschäftsführer er bis 1995 war;
hier begann er das Programm der Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) zu vermitteln und seine Auswirkungen in einer umfangreichen Begleitforschung zu untersuchen.

Wo hat das MBSR-Programm seine Wurzeln?

Das MBSR-Programm wurde von Jon Kabat-Zinn in den 70er Jahren entwickelt Das Programm wurde von ihm ursprünglich für Patientinnen und Patienten mit schwer behandelbaren chronischen Krankheiten entwickelt. Er empfand seine eigene buddhistische Meditationspraxis und seine Yogaübungen als so wertvoll, dass er daraus Übungen in einem säkular ausgerichteten Programm zusammenstellte und als Ergänzung zu herkömmlichen Therapien anbot. Von Anfang an wurde das Programm durch evidenzbasierte Forschung begleitet, so dass die hilfreiche Wirkung auch gemessen werden konnte bzw. kann. Im Laufe der Jahre wurde das Programm auf Grund seiner positiven Wirkung für Menschen aus allen Lebensbereichen interessant, so dass das Kursformat in vielen Sprachen, Ländern und Kulturen übertragen wurde und dort angeboten wird.

Wie wirkt MBSR?

Das MBSR-Programm wurde hinsichtlich seiner Wirksamkeit für eine ganze Reihe von körperlichen und psychischen Faktoren sehr gut untersucht. Körper und Geist beruhigen sich. Das zeigt sich darin, dass der Blutdruck und die Erregung des vegetativen Nervensystems überwiegend sinken. Gleichzeitig können Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen besser wahrgenommen werden. Die TeilnehmerInnen und Übende erleben dadurch mehr Selbstwirksamkeit und können wieder Einfluss auf den eigenen Zustand nehmen und ihre Situation in vielerlei Hinsicht selbst gestalten. Zahlreiche Studien belegen die gesundheitsfördernde, stressreduzierende und die Lebensqualität steigernde Wirkung von MBSR.

Welche Meditationsformen lernt man im MBSR-Kurs?

Man erlernt Meditation

  • in Liegen (Bodyscan)
  • im Sitzen
  • beim Essen
  • in Bewegung (achtsame Körperübungen, angelehnt an sanfte und für jeden ausführbare Hatha Yogaübungen)

Was wird unter Gehmeditation verstanden?

Bei der formellen Gehmeditation ist die Aufmerksamkeit auf das Gehen selbst gerichtet. Üblicherweise geht man in einer geraden Linie z.B. 10 Schritte vor und zurück, oder man geht im Kreis. Gehmeditation kann in jedem beliebigen Tempo und an jedem Ort geübt werden, langsam genauso wie schnell. Dabei gilt meistens: je langsamer jemand geht, desto genauer kann er auf die Bewegung des Fußes achten.

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